Die Kärntner Bezirksstadt St. Veit an der Glan wurde beim Wettbewerb um den Europäischen Dorferneuerungspreis als eine der Sieganwärterinnen mit einem „Europäischen Dorferneuerungspreis für ganzheitliche, nachhaltige und mottogerechte Dorfentwicklung von herausragender Qualität“ von der Europäischen ARGE Landentwicklung und Dorferneuerung ausgezeichnet.
„Die Stadt St. Veit an der Glan beeindruckt mit einer höchst erfolgreichen innerstädtischen Kernbildung als Kristallisationspunkt mit einer Ausstrahlung in alle Lebensbereiche der Stadt und des umgebenden ländlichen Raumes. Mit ihren visionären Projekten kann sie auch anderen Städten und Dörfern den Weg zur Energieautarkie weisen. Hervorzuheben sind darüber hinaus:
− Klare Strategie für eine differenzierte und akkordierte Stadtentwicklung
− Bündelung von äußerer Gestaltung, kulturellen Angeboten und umfassenden
Einkaufsmöglichkeiten
− Einführung des „Syntegrationsmodells“ zur Bürgerbeteiligung
− Gut durchdachte und umfassende Raumordnung mit hohem Umsetzungsgrad
− Aufbau und Bemühungen um Hotellerie und Gastronomie zur Stärkung der
Tourismusfunktionen
− Hervorragender Umgang mit historischen Bausubstanzen auch in der Verbindung mit zeitgemäßen Umgestaltungen und Zubauten in hoher Dichte sowie
− Innovative Initiativen im Sozialbereich“, heißt es im Juryentscheid.
Der Europäische Dorferneuerungspreis 2010 ist DIE europäische Auszeichnung für Landentwicklung und Dorferneuerung.
30 Städte und Gemeinden aus ganz Europa hatten als Teilnehmer genannt,
St. Veit an der Glan war Kärntens einziger Vertreter! Der Bewerb heuer stand unter dem Motto „Neue Energie für ein starkes Miteinander“.
„In St. Veil erlebt die Bevölkerung erneuerbare Energie hautnah - die Vision, 2020 energieautark zu sein, findet in St. Veit ihre Umsetzung: St. Veit hat seit elf Jahren einen Industriepark mit dem Schwerpunkt auf erneuerbarer Energie, eines der besten Fernwärmenetze in Europa betrieben mit erneuerbarer Energie, eine effiziente Biogasanlage und einen im Vergleich mit anderen Gemeinden extrem hohen Anteil an Sonnenkraftwerken in privaten Haushalten.
Bewertet wurden daneben aber auch das äußere Erscheinungsbild, soziale Einrichtungen, die sichtbare Auseinandersetzung mit Architektur und Siedlungsentwicklung sowie kulturelle Initiativen und Weiterbildungsmaßnahmen.
St. Veit unterhält ab demnächst einen Energie-Info-Store in der Innenstadt, der die Bevölkerung gezielt sensibilisiert, und setzt auch in anderen Bereichen auf intensive Information seiner Bürger, um diese dann vorbildlich strukturiert in Entscheidungsprozesse einzubinden. Die Kaufkraft in ST. Veit wird bewusst in einem attraktiven „Einkaufzentrum Innenstadt“ gebündelt, energiegeladene kulturelle Veranstaltungen gefördert, energisch Sportanlagen errichtet, innovative Bildungs- und Sozialeinrichtungen initiiert (z. B. eine mobile Schulvorbereitung oder der Bewegungskindergarten) und schließlich – von Fuchs zu Blume – auch dem Gast und Touristen Aufmerksamkeit und Energie gewidmet“, argumentiert Bgm. Gerhard Mock im Detail den St. Veiter Erfolg.
Im Juni inspizierte eine international besetzte, hochkarätige Jury die Herzogstadt. Beurteilt wurden vor allen die Kriterien Vision, Nachhaltigkeit und Ganzheitlichkeit.
Den JurorInnen präsentiert worden waren u. a. das Bürgerspital, die Blumenhalle, das Stadtmuseum, die Stadtparks, das Parkhaus III, das Ärztezentrum, das Betreubare Wohnprojekt, der Bewegungskindergarten, Fundermax, der Industriepark, die Biogasanlage und der Wohnpark St. Donat.
Erste Gratulationen gab´s von der Abteilung 20 (Orts- und Regionalentwicklung) der Kärntner Landesregierung, die die St. Veiter Kandidatur massiv - und letztlich dermaßen erfolgreich – unterstützt hat.
Die Preisverleihung findet am 24. September in Sand in Taufers (Südtirol) statt.
Den Gesamtpreis hat die Gemeinde Langenegg aus Vorarlberg gewonnen.
